Westcoast

Auf der Fahrt nach Queenstown übernachteten wir auf einem echt coolen, liebevoll gepflegten und trotzdem kostenlosen Campingplatz in Lumsden am alten Bahnhofsgebäude. Erschreckend war leider der Zettel auf der Toilette: Camper sollten diese so verlassen, wie sie sie vorgefunden haben und bitte nicht das Waschbecken zum Haare waschen und Geschirr spülen nutzen. „Bitte zeigt doch, dass ihr nicht dreckig seid…“ WTF?! Da schäm ich mich fremd. Aber wie wir leider des Öfteren feststellen mussten, wissen manche definitiv nicht, sich zu benehmen. Wie in Bali: Es ist nicht das Zuhause, also ist benehmen wie die Schweine ok. Man ist ja morgen wieder weg. Kein Wunder, dass Camper an manchen Orten langsam unerwünscht sind oder es ein Haufen Geld kostet. Vielen Dank auch!

Unser nächste Ziel war praktisch der Weg: die Straße hoch zu den Remarkables, einem Skigebiet bei Queenstown. Diese ist eine der steilsten der Welt – aber wir fuhren sie nicht bis zum Ende. Das wollten wir der Serena nicht antun. Aber die Aussicht bis zur Wolkengrenze war fantastisch.bimostitch_pano_1-01-4270x1592

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Ein bisschen neugierig waren wir auf Queenstown, immerhin soll es DIE Stadt auf der Südinsel sein. Aber ganz ehrlich: teure Geschäfte, Massen an Touristen und noch teurere Aktivitäten – das wars. Sicher, der Blick auf den See und der Park ist schön. Aber ansonsten ist es nichts besonderes. Deswegen wurde es nur ein Kurzbesuch auf dem Weg nach Glenorchy.

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Nachdem Mario der Serena den Ersatzschuh anziehen musste, da auf der Innenseite eines Reifens schon das Stahlgeflecht durchschimmerte, bestritten wir am nächsten Tag das andere Ende des Routeburntracks. Bei super Wetter und mit vergleichsweise leichtem Rucksack ging es los. Es herrschte rege Betriebsamkeit auf dem Track, die Vorbereitungen auf die Great Walk Saison (startet auch hier am 24.10.) waren in vollem Gange und wir konnten bei unserer Mittagspause an der Routeburnflat Hut einem Hubschrauber beim Landen und Auf- und Abladen von Gegenständen zusehen; neben der fantastischen Kulisse ein Highlight. Vor allem weil wir es nach dem doch etwas steileren Anstieg zur Routeburn Falls Hut nochmal erleben durften. Coole Sache. Und die Aussicht oben von den Wasserfällen hinab – superb. Nach 6,5 h und ca. 18 km kehrten wir erschöpft, aber durchaus zufrieden zum Auto zurück.

Am nächsten Tag wollten wir Saruman in seinem Turm besuchen. Aber leider war er nicht Zuhause und der Turm nicht zu sehen. Trotzdem ist zu erahnen, dass dieser Ort Isengard aus Herr der Ringe darstellt.

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Ein wenig erschöpft von den letzten Tagen gönnten wir uns etwas Wellness. Ein heißer Pool im Queenstowner Schwimmbad war da Luxus pur. Danach konnten wir uns im Goldgräberstädtchen Arrowtown mit Überresten einer chinesischen Siedlung etwas bilden. Es folgte Wanaka, ein kleines Städtchen, ebenfalls im Touristenboom gefangen. Allerdings nicht so extrem wie Queenstown und die Menschen waren wieder freundlich. Während unsere Wäsche wusch, bummelten wir ein bisschen durch die Straßen. Später, am Übernachtungsplatz angekommen, wanderten wir zu einem Aussichtspunkt mit Blick über Lake Diamond, Lake Wanaka und die Stadt.

So und dann war es mal wieder soweit. Ein Highlight, wie wir es auf unserer Neuseelandreise noch nicht hatten. Der Rob Roy Gletscher. Mit gratis Live-Lawinenvorstellung.

Zur Feier des Sonntages probierte Chefkoch Mario etwas ungewöhnliches: Topfkuchen. Der leider nicht ganz so wollte wie er. Irgendwann gerät auch die beste Campingküche an ihre Grenzen; die nächste bekommt halt einen Backofen.
Seine Laune besserte sich deutlich am nächsten Tag. Der Lake Hawea eignete sich nämlich durch vollkommene Windstille hervorragend zum Steine fidscheln. Beweisfoto:

Leider hielt dann mal wieder das Wetter nicht durch und wir überquerten den verregneten Haast Pass zur Westküste. Zur Mittagspause am Ship Creek hellte sich der Himmel wieder auf. Und es blieb auch schön. Was perfekt war für den Besuch in aller Herrgottsfrühe am Fox Glacier. Wir waren die Allerersten. Ohne Hubschrauber und andere Menschen erkundeten wir das beeindruckende Tal mit dem ewigen Eis. Später am Nachmittag beim Franz Josef Gletscher sah das dann wieder ganz anders aus. Das konstante Dröhnen im Ohr und das Dauerüberholen größerer Touristengruppen tat der Schönheit dieses Gletschers keinen Abbruch. Außerdem waren wir ziemlich begeistert vom Blick auf den Lake Matheson und die dahinterliegende Bergkette, aus der u.a. der Mount Cook hervorragt. Und am Gillespies Beach waren wir den Goldsuchern und Minenarbeitern mal wieder auf der Spur.

In der Nähe von Harihari wollten wir in heißen Quellen baden. Diese waren nicht so verlockend, also führte die wilde Fahrt zur Hokitika Gorge. Meine Güte, die Wasserfarbe erinnert mich voll an Eisbonbons.

Auf dem Weg nach Greymouth betrieben wir ein wenig Namensrecherche. Warum nennt man eine Stadt „Graumund“? fragte der kleine Mario noch. Weil sie hier früher Kohle abgebaut haben und die Abfälle in den Grey River kippten und die Stadt an der Flussmündung ins Meer liegt. Tadaaa! Günstig an der Energiequeele siedelten sich zahlreiche Fabriken an. Wir besichtigten eine mittlerweile verfallene Ziegelmanufaktur, die neben allerhand Historie schöne Fotomotive bot. Um meinen Intellekt weiter auszuweiten, tauschte ich im Kühlschrank an der Straße Bücher. Eine tolle Sache ist das mit den Büchern: Entweder hauen Bibliotheken ihren angestaubten Bestand teilweise umsonst raus oder auf Campingplätzen gibt es sie zum Tauschen oder Backpacker schenken einem eins. Da man eh nicht so viele mit sich rumschleppen kann, ist das Loslassen einfacher. Ok, ja Mario, wir hatten zwischendurch eine kleine Bibliothek im Verlies… Das kann gleich mit in die Verkaufsbeschreibung Serenas: Neben Küche, Schlaf-, Wohn- und Badezimmer auch Bibliothek. Das steigert den Verkaufswert bestimmt nochmal. Das und die neuen Reifen, die wir uns in Greymouth leisten mussten, da die alten die hier zulässige Profiltiefe von 1,5 mm mittlerweile deutlich unterschritten. Ich glaub der Reifenhändler dachte wir sind bescheuert, zumal wir auf allen Reifen zu wenig Luft hatten.

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Zum scheinbaren Start der Motorradsaison fuhren wir zu den spektakulären Pancake Rocks und den zugehörigen Blowholes. Wir hatten Glück, dass grad Flut war und das Wasser noch schöner „reinplatschte“. Inspiriert vom gesehenen gab es zum Mittagessen erstmal selbstgemachte Pfannkuchen.

In Westport begaben wir uns auf unser erstes kleines Straßenfest (vermutlich anlässlich des Labourdaysvam 23.10.) und verbrachten diese und die folgende Nacht auf einem Kinoparkplatz. Weiterhin erkundeten wir die Küste in Richtung Karamea mit einem kleinen Schiffswrack, einem Tunnel ohne versprochene Glühwürmchen und die Oparara Arches. Das war auch wieder sowas. Da denkst du echt, du hast mittlerweile alles gesehen in Neuseeland und dann das.

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Fiordland

Das große Wandern

In der letzten Episode wurde es angeschnitten: Wir waren im Fiordland National Park angekommen 😎 Wer jetzt super neugierig war, hat durch den besten Freund Google schon rausfinden können, dass dieser eines der Aushängeschilder Neuseelands besitzt, den Milford Sound. Dort wollten wir es auch endlich tun: Einen Great Walk wandern, für mehrere Tage, mit Hüttenübernachtung und so. Leider sind diese Great Walks (neun gibt es in Neuseeland) auch mittlerweile ziemlich populär bzw. auch groß in ihren Preisen. Eine (!) Hüttenübernachtung kostet in der Saison 70$ pro Person. Gut, dass wir noch außerhalb dieser waren, denn erstens ist die Saison 2017/18 für den Milford Track schon komplett ausgebucht und zweitens kostet es nur 15$ pro Person pro Nacht. Allerdings sollte man eine Eisaxt mitnehmen und ein Notfall Ortungsgerät. Und verschiedene Brücken gibt es im Winter auch nicht, sodass Flussdurchquerungsfähigkeiten notwendig sind. Als die Infotante all das von sich gab, wurden Franzis Bambiaugen immer größer 😢 Sie würden den Park nicht schließen, aber wenn die Leute unbedingt gehen und sterben will….oooookaaaay, halt stopp. Ach, und da es kein Rundweg ist, bezahlt man auch noch für Fähren und Shuttles 190$ pro Person. Und tschüss 😤 Traurig waren wir schon. Aber mal ganz ehrlich, diesen Kommerz wollten wir nicht fördern.

Gott sei Dank bot sich der Kepler Track noch an, ein Rundweg mit einem Anfangs- und Endparkplatz. Also, endlich mal wieder die Rucksäcke aus dem Verlies (der Kasten unterm Bett im Auto) geholt und noch schnell einen Gaskocher (den absolut allerletzten im Verleih) und ein Notfallortungsgerät ausgeliehen – ja, das war meine Bedingung – und los gings. Und zwar richtig 😊

Tag 1: -> Car Park zur Luxmore Hut (13,8km)
Dass wir unsere Rucksäcke schon länger nicht getragen hatten, merkten wir bereits auf gerader Strecke. Puh und dabei wollten wir an diesem Tag 800 Höhenmeter (von 200 auf 1083m) überwinden. Das konnte ja heiter werden. Wir würden bestimmt länger als die veranschlagten sechs Stunden in unserem Schneckentempo brauchen. Aber gut, wir wollten uns schließlich nicht direkt am ersten von vier Tagen verausgaben. Trotzdem wurde ich das Gefühl nicht los, auf dem wirklich für neuseeländische Wege wahnsinnig breiten Gehweg ein Schwerlasttransporter auf der Autobahn zu sein. Meine Birne glühte schon wieder wie das dazugehörige Blinklicht und ständig rannten verrückte Jogger an uns vorbei 😧. Halleluja, die trainierten mit Sicherheit für das anstehende Rennen über den gesamten Track. Das findet jedes Jahr statt und der Rekord liegt bei 4 h 10 Min. Für 60 km berghoch und bergrunter. Wie würde Obelix jetzt sagen: Die spinnen, die Neuseeländer…
Aber wir gaben nicht auf und setzten einen Minischritt vor den anderen. Bis wir plötzlich am Ende des Waldes ankamen und uns mit einem Schlag wieder bewusst wurde, warum wir uns das antun:

In der Hütte angekommen stellten wir zum einen fest, dass wir 30 Minuten schneller waren mit 5 ½ Stunden und zum anderen, dass doch ein Ranger in der Hütte war und es deswegen Strom sowie fließendes Wasser gab. Was für ein Luxus. Stolz händigte ich dem Ranger neben unseren Hüttentickets die Zeitung des heutigen Tages aus (die Campingutensil-Verleih-Tante hatte sie mir mitgegeben, aber ich habe ihr nicht geglaubt) und wir trafen neben den drei deutschen Jungs, die wir zuvor auf dem Campingplatz kennengelernt hatten, auch noch andere Wanderer. Insgesamt schliefen 11 Leute in der zugegeben eiskalten Hütte. Wir gingen nach dem Abendessen noch ein bisschen in Richtung Gipfel und genossen die fantastische Aussicht bei schönstem Wetter.

Tag 2: Luxmore -> Iris Burn Hut (laut Broschüre 14,6km, irgendwie sind wir aber 18km gelaufen)
Glaubt ihr mir, wenn ich euch sage, dies war einer der außergewöhnlichsten aber auch schwierigsten Tage in meinem Leben? Ich hätte jedenfalls nicht in Marios Haut stecken wollen zwischenzeitlich 😖
Aber von vorne: Nach einem erholsamen Schlaf, einem tollen Sonnenaufgang und gestärkt von einem reichlichen Frühstück machten wir uns auf in Richtung des Gipfels von Mount Luxmore. Das tolle Wetter von gestern blieb uns leider nicht erhalten, der Himmel war mit Wolken zugezogen. Aber wir hatten vereinbart, es zu probieren und notfalls umzukehren. Der aufkommende Wind zwang mich dazu, mir mitten auf dem buschlosen Weg eine Strumpfhose anzuziehen. Als wir uns an der Abzweigung zum Gipfel befanden, war dies auch der Gipfel meiner aufquellenden Gefühle. Eisiger Wind, Wolken, ein schmaler Gehweg mit einem überladenen Rucksack und die Aussicht, dass falls etwas schiefgeht, heute niemand diesen Weg hinter uns gehen wird, führten zur absoluten Frustration. Die Einsamkeit auf dem Weg hatte dadurch etwas Gutes. Ich konnte ungestört heulen, fluchen und schreien wie eine Irre 😭 Erstes Opfer: Ein Kea Vogel. Als Mario an einem seitlichen Abstecher den Gipfel des Mount Luxmore bestieg und ich auf seine Sachen aufpasste, versuchte dieser jedes Mal, wenn ich ihm beim Rumlaufen (sonst wäre ich festgefroren) den Rücken zudrehte, in den verdammten Rucksack zu kommen?! Scheiß Touristen ehrlich, die den Vogel füttern. Halloooo, der ist in seiner natürlichen Umgebung, der braucht kein Menschenessen…
Naja, genug dazu. Der Weg wand sich weiter an den folgenden Bergspitzen entlang und drüber hinweg und wir uns mutig hinüber. (Leute: glaubt niemals einem Höhendiagramm der Flyer hier, die hat offensichtlich ein Kind gemalt!) Trotz der mentalen Ausfälle zwischendurch – besonders wenn es über den rutschigen Schnee ging und um eine Lawine – genossen wir die uns Gott sei Dank gegebene fantastische Aussicht ins Fiordland. Nach knapp 5 h standen wir am Waldrand, von dem es zügig in Richtung Hütte (auf 500 m) bergab gehen sollte. Nur komischerweise wurden aus den angekündigten 1 ½ h dann 2 h und am Ende waren wir nur noch froh, da zu sein. Der Weg wäre unter normalen Umständen bestimmt super schön gewesen, durch den supergrünen Wald und an glasklaren Flüssen vorbei. Aber wir hatten leider keinen Blick mehr dafür. Übernachtet haben wir zu dritt in der Hütte. Nur einer der Jungs ist da geblieben, die anderen beiden Irren sind noch zur übernächsten Hütte… Aber gut, wir genossen unsere wohlverdiente Pause am Kamin (Mario konnte endlich mal wieder Holz hacken).

Tag 3: Iris Burn -> Moturua Hut (16,2 km)
Mit dem Wissen, das Gröbste geschafft zu haben, ging wir etwas beschwingter Richtung der letzten Hütte. Größtenteils ging es durch den Wald und über Flüsse hinweg. Die entsprechenden Brücken waren doch entgegen der Ankündigung des Infocenters alle da. Wir passierten den „Big Slip“ – einen großen Erdrutsch von 1984 über 30 ha. Nach sechs Stunden Laufzeit erschöpft und mit brennenden Füßen am Haus am See (Lake Manapouri) an. Begrüßt wurden wir nicht von dem verbliebenen Deutschen (der ist bis zum Ende gelaufen…), sondern von einer vierköpfigen Familie. Es war Wochenende und ein anderer Parkplatz in der Nähe. Später kamen dann noch zwei Familien mit kleinen Kindern hinzu und ein weiterer Deutscher. Aus der anfänglichen Angst, das könnten zu viele Menschen sein, wurde ein angenehmer Abend mit Feuer am See vor spektakulärer Kulisse, gerösteten Marshmallows und netten Gesprächen.

Tag 4: Moturua Hut -> Kepler Car Park (15,5 km)
Es hieß, den Sack zuzumachen. Nach einem gemütlichen Cadlelightfrühstück führte ein angenehmer, zeitweise sich doch etwas ziehender Waldspaziergang uns durch eine Sumpflandschaft und am Waiau River entlang, dessen Flussbett doch sehr beeindruckend war. Der Wettergott war heute wieder sehr gnädig mit uns – strahlender Sonnenschein und fast wolkenloser Himmel machten den Gang mit immer mehr ermüdenden Gliedern doch etwas leichter. Als nach fünf Stunden der Staudamm am Lake Te Anau in Sicht kam, war es wie Weihnachten, nur noch besser. Wir hatten es geschafft!

Nachdem wir uns einen Campingplatz und unseren schon lange mitfahrenden Wein aus der Hawkes Bay gönnten 🥂, brachen wir zum Milford Sound auf. Die Straße dahin ist ein Erlebnis. Die Mirror Lakes, das Eglinton Valley und die Humboldt Falls waren schon beeindruckend. Aber der Aufstieg zum Key Summit (ja, weiter wandern hilft gegen Muskelkater!) als erster Abschnitt des Routeburn Tracks (ein weiterer Great Walk; Platz 10 der Weltrangliste) war schlichtweg atemberaubend.

Nach einer kurzen Nacht auf einem überteuerten DOC Campingplatz (an dieser Straße gibt es nichts anderes), waren wir ziemlich aufgeregt und neugierig. Aber manchmal ist es doch wie im Märchen und ein Ort auf der Welt nicht umsonst so berühmt 😰:

Southland

Am absoluten Tiefpunkt (natürlich nicht stimmungstechnisch 😎)

Nachdem wir die durch den Steampunk geprägte Innenstadt am Hafen Oamarus mit kleinen Galerien und schönen Häuserfassaden gewandert waren und diese damit zur bisher schönsten auf der Südinsel gekrönt hatten, unternahmen wir den ersten Versuch, Pinguine zu sehen. Leider mit nur geschätztem Eventuellerfolg („Mario, ich glaub, dort bewegt sich was… Siehst du denn nicht den kleinen Punkt?“).

Naja. Viel schöner war dagegen der Moment auf dem Parkplatz, als wir mit Klopapier eine kleine Ecke rechts unten auf der Heckscheibe von Staub und Dreck freiwischten und IHN anpappen konnten – den kleinen, blauweißen Sticker. Und den haben wir sozusagen auch in der ersten Nacht direkt benutzt. An der kleinen süßen All-Day-Bay, wo nur Self-Contained-Fahrzeuge zugelassen waren. Irgendwie fühlt es sich schon anders an, so in der Premium Klasse der Camper angekommen zu sein. Ihr habt ja Probleme, wird sich der eine oder andere jetzt denken… aber kommt mal nach Neuseeland Leute, dann ist das essenziell.

Auf dem Weg nach Dunedin stoppten wir an den Moeraki Boulders – runde große Findlinge am Strand, welche auf dem Einband unseres Reiseatlasses dargestellt sind. Witzig, denn wir habens erst vor Ort geschnallt. Mario konnte dort seine Kletter-und Akrobatikkünste unter Beweis stellen. Am Katiki Beach hatten wir leider wieder kein Glück mit Pinguinen, dafür aber am Shagpoint mit Seehunden. Und dann hat sich die praktische Campermate-App ungeplant wohlgemerkt wirklich mal ausgezahlt. Denn neben Camps, Wasser, WLAN u.a. Aktivitäten lotste sie uns noch zum Huriawa Pa Walk in Karitane. Und niemand war da. Nur wir. Sowas muss man genießen. Ich denke, wir haben einen absoluten Geheimtipp entdeckt oder?

In Dunedin angekommen, mussten wir erstmal duschen. Diese Apparatur fehlt uns noch im Auto, um zum Premium Plus im Camperleben aufzusteigen 😉 Gute Idee! Danke an mich selbst – geb‘ ich gleich an den Chefingenieur hier weiter. Sie nennen ihn alle nur flüsternd den Super Mario 😉

Dunedin ist eine wirklich schöne Stadt und schottisch geprägt. Die ersten Siedler hier waren aus dem europäischen Land oder Gebiet, an das wir uns hier auch so sehr oft erinnert fühlen  Hach: Schottland! 😊 Nachdem wir die dazugehörige Otago Peninsula erkundet hatten (hier gibt es Neuseelands einzige Albatross Festlandkolonie – leider sind die Eintrittspreise auch dementsprechend einzigartig…), stromerten wir ein bisschen durch die Straßen der Stadt, gingen in die Kirche, bestaunten den Bahnhof, rätselten in der Art Gallery teilweise wieder über den Sinn zeitgenössischer Kunst, erkundeten die verschiedenen Street Art Bilder an den Häuserfronten, aßen Cheeseburger und tranken teuren Kaffee in einem Laden, der verdammt nah an die der Dresdner Neustadt rankommt und uns deswegen jeden Cent wert war.

Auf dem nächsten freien Campingplatz war dann doch zu merken, dass langsam die Touristensaison wieder losgeht. Camper und ihre Vans (deren Verleihfirmennamen fast das ganze Alphabet komplettieren) kämpfen um jeden freien Platz. Jede Minute ist entscheidend. Vor allem, wenn die kostenlosen Plätze so dünn gesät sind. Herrje..

Nun waren wir unten angekommen. Nicht am unteren Ende der Nahrungskette oder so, sondern am südlichsten Punkt der Südinsel, dem Slope Point. Aber beginnen wir mit dem Weg dahin. Bis jetzt waren wir nicht wirklich erfolgreich im Pinguine sehen. Nachdem wir am Nugget Point weder Gold noch die kleinen Tierchen sowie große Seelöwen entdecken konnten, katapultierte uns die Curio Bay mehrere Millionen Jahre in der Geschichte zurück. Dort ist durch ehemalige Ascheablagerungen von Vulkanausbrüchen ein versteinerter Wald zu bewundern. Zwar sind nur die Baumstümpfe übrig, aber immerhin. Aber, was ist denn das? Der Baumstumpf dort hinten bewegt sich ja?! „Mariooooo, ein Pinguin! Wie süüüüß, guck mal!“ Dann wurde sich an das possierliche Tierchen heranbewegt. Ein wenig merkwürdig war es schon, denn Pinguine kommen meist erst zum Sonnenuntergang wieder ans Ufer zurück. Dann stellte sich heraus, dass der Arme nicht nur lustig watschelte, sondern auch weniger lustig humpelte. Franzi hätte ihn am liebsten mit in ihren fahrenden Zoo gepackt, aber Mario musste dies aus Platzgründen mal wieder ablehnen. (Lämmern, Küken, Pfohlen und anderen Tierchen wurde die Adoption leider auch schon verwehrt.) Nachher folgte noch ein kurzer Spaziergang zu den McLean Falls und dann war es soweit. Wir erreichten den Slope Point und fanden es zum Übernachten schön.

Es wäre auch noch weiter südlich gegangen: Von Bluff aus ist ein Ausflug zur Steward Island, der dritten Insel Neuseelands, möglich. Allerdings benötigt der Reisende (, den dann auch nur der „übliche Wald“ erwarten soll,) mal wieder ein großes Portemonnaie dafür, sodass wir uns damit begnügten, die Insel von weiten zu bestaunen und zwischen Unmengen an asiatischen Touristen und „Fotomodels“ Bilder vom Wegweiser am Stirling Point zu machen.

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Invercargill als tiefste wirklich große Stadt auf unserer Südinsel Tour bekam nur eine Stippvisite fürs Duschen, WLAN, Einkaufen und Stillen sonstiger Grundbedürfnisse.

Am nächsten Tag ging das Wetter erstmal in eine Verschnaufpause. Regen und Wind machten das Aussteigen aus dem fahrenden Zuhause eher ungemütlich. Am schaumige gepeitschten Edelsteinstrand versuchten wir trotzdem unser Glück, leider überraschte uns eine Welle von hinten und der kleine Mario bekam eine gratis Schuh – und Fußreinigung. Nach diesem „Opfer“ war der Wettergott wieder gnädig und wir konnten uns die Clifden Hängebrücke in Ruhe anschauen. Marios Laune besserte sich später erheblich, als er in dem Kalksteinhöhlenlabyrinth (mit unterirdischem Pool!) des Ortes verschwinden konnte, während Franzi tapfer das Auto gegen alle Feinde bewachte. Beide kamen lebend aus ihrer Situation heraus, um nach einer verdienten Nachtruhe einen Lookout am Lake Hauroko besteigen zu können.

Womit wir somit im Fiordland National Park angekommen wären, dem wohl bekanntesten Park in Neuseeland. Mehr dazu in der nächsten Episode…

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Ostküste der Südinsel

Südinsel Teil I & Project Serena reloaded

Es war wieder soweit. Nachdem wir ein paar Tage im Nachbarhaus unserer „alten“ Hosts Andrew & Juanita bei deren Freunden Ken & Lynn Unterschlupf fanden und den ersten Geburtstag der zuckersüßen Isabella (Mario bemalte für sie das Zebra-Schaukelpferd) mitfeiern durften, hieß es: Reiseübelkeitstabletten einschmeißen und ab auf die Bluebridge. Da diese dreieinhalbstündige Fähre mehr als ein Flug von Neuseeland nach Australien kostet, mussten wir das auch anständig genießen. Franzi, indem sie kurz nach der Abfahrt mit offenem Mund einschlief. Bei der Einfahrt in die Marlborough Sounds der Südinsel stand er uns aber beiden offen – deren Schönheit war einfach umwerfend und ist mit Worten nicht zu beschreiben.

Nach der ersten, wärmer als erwarteten Nacht in der vor Freude über die zurückgewonnene Ausschöpfung ihrer Kapazitäten begeisterten Serena, führte sie und der Weg uns zum French Pass.

In Nelson statteten wir uns mit dem Nötigsten aus – Preise für Essen sind hier noch extremer, sodass wir versuchen, nur die großen Supermärkte abzuklappern – und genossen den schönen Blick von der Rabbit Island auf die dahinterliegenden weißen Bergkuppen. Dann verzogen wir uns für ein paar Nächte ins Hinterland, um das wieder aufstrebende Projekt des Self Containments (SC) für Serena zu vollenden. Das bedeutet, das Auto muss im der Lage sein, sich mindestens drei Tage ohne fremde Hilfe selbst versorgen zu können. Mit Waschbecken, Wassertanks & Toilette. Tüftler und Baugenie Mario machte sich ans Werk. Während die Küche wieder durch einfachste Mittel neben einem Spülbecken eine dritte und vierte Etage bekam, um vorne Platz für eine „auch-während-dich-das-Bett-in-Schlafposition-befindet-benutzbare-Toilette“ frei zu machen, nähte Franzi die letzten Gardinen, sortierte aus, räumte auf und schtieb Blog.

Das nächste Ziel war Hanmer Springs. Ein kleiner Ort inmitten der Berge, in dem wir den bis jetzt einzigen Bezahlcampingplatz nutzten, da es schlichtweg nichts kostenloses gab.

In Christchurch sollte es dann passieren. Wir wollten die SC Plakette. Diese ermöglicht uns nämlich nicht nur eine enorme Wertsteigerung des Autos, sondern auch das Übernachten auf viel mehr kostenlosen Campingplätzen. Also noch letzte Änderungen getätigt, den SC Officer kontaktiert und im zweiten Anlauf war es dann soweit: Wir sind offiziell Self Contained!20170926_162502-01-1713x2284 (Hier bitte jeder vor Freude jubeln und klatschen). Die heiß begehrte Plakette konnte dann eine Woche später nach Zusendung von Mario angepappt werden. Nebenbei lösten wir noch unser zweites, lästiges Problem. Nach fast SECHS! Monaten konnten wir endlich die Gasfedern der Kofferraumklappe ersetzen. Gas Strut Power Fachmann Andrew erlöste uns vom Ducken und dem Besenstiel aus Katikati. Günstige Ersatzteile für unser Modell zu finden, war die reinste Katastrophe. Fragt mal Mario. Unsere Serena ist eben was Besonderes. Jedenfalls fühlen wir uns jetzt beim Öffnen der Kofferraumklappe als hätten wir vier Arme, da dafür nur ein Finger anstatt zwei kräftiger Arme benötigt wird.

Nach vier Nächten in Christchurch und teilweise ekelhaft schlechtem Wetter wollten wir uns kurz die Stadt ansehen… um direkt wieder zu gehen. Es ist einfach überall noch zu spüren. Die Folgen des schweren Erdbeben von 2011 und das von 2016 im benachbarten Kaikura. Überall Baustellen und die älteren Gebäude wie die große Kirche stehen verwaist da. Zäune umgeben sie, aber auf den Mauerresten wächst das Gras. Es wird wohl noch eine Weile dauern, bis hier wieder alles „normal“ ist.

Das benachbarte kleine französische Städtchen Akaroa auf der Banks Peninsula diente als nächstes Ausflugsziel und auch wenn ziemlich verregnet, war es doch keine Zeitverschwendung, hier halt zu machen.

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Da unsere hart erarbeitete SC Plakette erst ca. eine Woche später im weiter südlichen Oamaru Post Office ankommen sollte, wollten wir uns erst einmal in Richtung des höchsten Bergs Neuseelands aufmachen. Mt. Cook mit 3724m, den Mario eigentlich gerne bestiegen hätte. Auf dem Weg dahin entdeckten wir noch ein Highlight, den Mt. Sunday. Den Herr der Ringe Fans besser bekannt als Edoras, dem Hauptsitz des Königreichs Rohans. Aber schaut selbst, Worte bringen es einfach nicht:

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Wahnsinn oder? Keiner von uns hätte erwartet, dass der Tag so geil wird. Ungebremst entfalteten sich weiter die Highlights vor uns aus: Als erstes Lake Tekapo, der laut Reiseführer gern „zum ersten Welt – Sterne – Kulturerbe“ durch die UNESCO erklärt werden möchte. Keine Luftverschmutzung oder städtische Beleuchtung stören den Blick in den Südhimmel. Wir sahen ihn nur bei Tag, aber was denkt ihr?

Nach einer Nacht am malerischen Lake Pukaki lag er vor uns: der Mount Cook. An 240 Tagen im Jahr liegt dessen Spitze in Wolken gehüllt. Irgendwie schienen wir Glück zu haben, nach 1,5 h Wanderung über drei Hängebrücken und inmitten dutzender Touristen wurden wir am Ende zu Füßen dieses mächtigen Kolosses im wahrsten Sinne umgehauen. So friedlich, still, fast unberührt mit Schnee bedeckt liegt er da. Es hat etwas magisches. Leider war der Wind echt stark, sodass wir nicht ewig verweilten und uns lieber noch zum angrenzenden Tasman Glacier und den Blue Lakes aufmachten. Der Gletscher ist in den letzten 130 Jahren um fünf Kilometer geschmolzen und die Blue Lakes sind aufgrund des fehlenden Zuflusses des Gletscherwassers nicht mehr blau sondern grün, sie werden jetzt durch Regenwasser gefüllt. Trotzdem…einfach so beeindruckend.

Nach einer sehr wackligen Nacht mit Franzis erneut aufblühender Todesangst – es war wirklich sehr windig! – fuhren wir weiter in Richtung Oamaru und befanden uns plötzlich in einer völlig anderen Welt. Den Clay Cliffs. Wie im wilden Westen.

 

Es war aber leider auch vorbei mit der friedlichen Abschottung von der digitalen Welt. Wir konnten sehen, was daheim passiert ist. Deutschland hat eine Partei zur drittstärksten Kraft gewählt, die dafür ist, sich abzuschotten, die Wehrpflicht wieder einzuführen, Menschen zu erlauben, legal Waffen zu tragen, sich für die „traditionelle“ Familie ausspricht und alle anderen Familienbilder ablehnt (Homosexualität, Alleinerziehend etc.), gerne weiterhin Atomenergie nutzen möchte und keine erneuerbaren Energien, den Klimawandel grundsätzlich ablehnt, gegen fast jede Form des Asyls in Deutschland ist, den Islam als eine Weltreligion grundsätzlich verurteilt, gegen Abtreibungen ist, für eine deutsche Leitkultur anstatt Multikulturalismus wie sie es nennen ist etc. pp. Wen interessiert, wo’s herkommt: Ich hab mal nachgelesen im Wahlprogramm. Und wer sich jetzt fragt, ach das hab ich gewählt? Dem geht’s so wie den meisten der AFD Wähler. Die haben nämlich keine Ahnung was da steht, da sie die Partei nur aus Protest gewählt haben. Es müsste sich ja mal was ändern, Merkel muss weg und so. Aber das Vertrauen in die Hände von Menschen zu legen, die eingeschnappt Fernsehsendungen verlassen und keine Diskussionen aushalten, weil sie sich ungerecht behandelt fühlen? Das ist seriös? Kommt schon Leute, ehrlich? Ach so, stimmt ja, ist ja alles Lügenpresse und so. Komisch nur, dass diese gut genug ist, um den Terrorismus zu dokumentieren, dann machen sie ihren Job ja gut genug. Und Tomaten auf die Kanzlerin werfen? Ja, das ist fortschrittlich. Ein Wunder, dass sie noch kein Podium verlassen hat oder eingeknickt ist, ihr wurden schließlich auch schon eine beachtliche Menge Dinge an den Kopf geworfen. Manche nennen es Arroganz, ich hab Respekt dafür. Klar hat sie einige Dinge nicht korrekt angegangen, aber wollt ihr jeden Tag solche Entscheidungen treffen müssen? Ich nicht. Aber ich bin lieber ein guter Mensch anstatt den ganzen Tag nur besorgt zu sein. Sorgen mache ich mir auch, daran ist nichts falsches. Aber ich versuche, mich denen zu stellen und für Lösungen außerhalb der Komfortzone offen zu sein. Denn ich bin weder blind noch naiv, glaubt mir. Es gibt schwarze Schafe unter denen, die zu uns kommen. Aber ich hab es so satt, zu hören – es kämen nur Kriminelle zu uns etc. Ihr wisst genau, dass das nicht stimmt. Es mag sie geben, aber soll ich euch was sagen? Die gibt es hier auch in Deutschland. Genug davon. Das hat nichts mit der Hautfarbe oder der Religion zu tun.

Mit Sicherheit kann die AFD die heile Welt, die ihr sich der Wähler wünscht, versprechen zu geben. Aber seien wir doch mal ehrlich. Die Probleme, die beklagt werden, seit wann sind die da? Seit 2015 oder vielleicht doch schon davor?

Ich kann auch die Augen zumachen und mir die Hände auf die Ohren legen, nur wie lange klappt das? Die Welt besteht nicht nur aus Deutschland, dem Landkreis oder den Grundstück. Wenn man sich jetzt verschließt und Rückschritte macht, ist am Ende das Geschrei umso größer, warum wir nicht besser vorbereitet waren. Die Lösung? Wenn ich sie wüsste, würde ich sie euch mitteilen. Aber ich kenne sie ehrlich auch nicht. Keine Partei ist perfekt. Aber hier werden doch die größten Abstriche gemacht.

Australia II

Cairns, Brisbane & Gold Coast

Es ging nun Schlag auf Schlag. Jetstar beförderte uns zurück nach Australien und setzte uns in Cairns ab. Ausgedörrt machten wir uns auf den Weg in die Stadt – es ist verboten, selbst nach dem Security Check erworbene Getränke mit an Bord nach Australien zu nehmen und für ein Vier-Dollar-Wasser sind wir dann doch zu geizig… Und ja, wir wollten mal wieder zu Fuß gehen.

Da die Stadt nicht besonders groß ist, liegt der Flughafen jedoch mitten in der australischen Pampa mit nem Highway ohne wirklichen Fußweg (in Australien geht scheinbar niemand gern zu Fuß…) Ihr könnt euch Franzis Gemütszustand vorstellen, immerhin gibt es SIE hier überall: den absoluten Endgegner – Schlangen. Jeder Ast bzw. Grashalm war deswegen äußerst verdächtig. Zum Glück gabs wenigstens den Highway Standstreifen, lieber überfahren als vergiftet. Aber wie das Leben manchmal so spielt (oder Franzi hat super verzweifelt ausgesehen)… Es hielt doch tatsächlich jemand einfach so an und bot uns ne Mitfahrt in die Stadt an. Sind doch nett, die Australier.

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Nach einem kleinen Nickerchen im Hostel hieß es erstmal stundenlang den Kopf zerbrechen, was wir nun die nächsten Tage so machen. Wir waren hier, um das Great Barrier Reef zu sehen, aber wie? Gefühlte 150 Anbieter mit saftigen Preisen machten die Auswahl nicht gerade leicht. Schlussendlich fiel die Wahl auf das All-Inklusive-Paket mit Probetauchen und fünf Stunden Schnorcheln. Da das aber so teuer war, entspannten wir uns bis dahin sehr intensiv & günstig und genossen das täglich kostenlose und leckere Abendessen der Bar unter dem Hostel. Scheinbar ist der Konkurrenzkampf unter australischen Hostels ziemlich groß, überall gibt es kostenloses Essen.

Am Tag des Ausflugs platzten wir anfänglich vor Aufregung. Später änderte sich das Gefühl: Solltet ihr jemals so einen Ausflug mit einem so schnellem Schiff bei starken Wellengang machen: Nehmt Reiseübelkeitstabletten!! Wir haben das auf der Hinfahrt ziemlich unterschätzt und bitter bereut. Aber ansonsten war es wunderschön. Aber überzeugt euch selbst:

Am letzten Tag in Cairns beendeten wir das, was wir am ersten begonnen hatten. Wir liefen zum Flughafen mit einem kleinen Umweg über den süßen botanischen Garten von Cairns. Es wurde wieder überall eifrig nach dem Todfeind Ausschau gehalten, aber auch dieser Weg war frei von Reptilien.

Nächster Stopp: Brisbane. Kurz nach 22 Uhr gelandet, den Shuttlebus geschnappt (die S Bahn kostet hier wieder $ 18 pro Person, nur der Weg zum Flughafen, schön abzocken ..da ist der Shuttle-Bus mit $ 25 für zwei wesentlich günstiger) und kurz vor Rezeptionsschluss noch eingecheckt. In ein 16 Personen Zimmer. Ja gut, in Cairns waren wir zu acht und in Sydney zu sechst, aber 16 ist dann doch ein anderes Kaliber. Da nimmt niemand mehr Rücksicht. Doof, als letztes anzukommen, da gibt’s bloß noch das Bett an der Tür…. Ich hab noch nie so gerne jemanden töten wollen. Auch, das wer im falschen Bett über mir liegt, wurde nachts halb eins zu acht ausdiskutiert. Potentielle Liebespäarchen haben ihren Spaß. Ohne Vorhang , ohne Lautstärkeregler. Achja, in Cairns meinte eine junge Dame ihre Spielchen im Bett ihrer Freundin mit nem Typen austragen zu müssen – mitten in der Nacht bei vollem Zimmer. Damit aber nicht genug: Am nächsten Tag wurde wirklich jedes Detail dieser Bekanntschaft ohne Hemmungen besprochen. Wir wissen jetzt Bescheid. Lieber Unbekannter, du scheinst gut ausgestattet zu sein und sie liebt dich auch, aber sie weiß noch nicht so Recht ob das was wird mit euch beiden. Alter, geht’s noch?! Wen interessiert es? Was stimmt denn mit euch nicht? Man wünscht sich manchmal echt, man könnte kein Englisch.

Aber gut: Unseren ersten Tag in Brisbane verbrachten wir damit, ein bisschen die Stadt, den botanischen Garten und die South Bank anzuschauen. Letzteres ist wirklich der Hammer. Es ist zwar alles künstlich, aber das Stück Parkanlage, Regenwald und vor allem die riesige kostenlose Schwimmlagune ist schon ein Juwel inmitten der City. Vom Pool aus bietet sich ein Wahnsinnsblick auf die Skyline von Brisbane. Alles ist neu und liebevoll gepflegt, z.B. lädt ein üppiger Kräutergarten zum Pflücken oder einfach nur Kosten ein. Die Schwimmbecken sind sauber und bieten angenehme Erfrischung. Abends genossen wir noch das Lichterspiel der Stadt von der Dachterasse des Hostels aus.

Am nächsten Morgen, gestärkt nach dem erneuten kostenlosen Frühstück, machten wir uns auf zum beliebtesten inner – australischen Urlaubsziel: Der Gold Coast. Ich dachte ja, dass das einfach nur ein Strand mit ein paar Hotels ist, aber nein. Die sechsgrößte Stadt Australiens zieht sich mit ihren mega Wolkenkratzern an einem gefühlt endlosen Strand entlang. Wir bummelten ein bisschen durch die Straßen, genossen ein Bad im Meer und machten uns kurz vor Sonnenuntergang auf zum absoluten Highlight des Tages. Wir eroberten das Skypoint Observation Deck auf einem der höchsten Wolkenkratzer der Welt. Da Vollmond war, zahlten wir statt $ 25 p.P. nur $ 20 für zwei. Glück gehabt. Falls das jemand mal vorhat, der Blick in den Mondkalender lohnt sich. Ob sichs gelohnt hat? Vorhang auf:

Zum Tagesabschluss plagte uns doch ein wenig Heimweh. Wir aßen im Vapiano. Das war das erste Restaurant (abgesehen von McDonalds oder Burger King), was es auch daheim gibt. Anschließend waren wir versucht, ins Rundkino zu gehen. Aber stopp, wir sind nicht in Dresden.

Der letzte Tag in Australien war ziemlich unspektakulär. Chillen in der Lagune und die Fahrt zum Flughafen. Dort gab es einen kurzen Schreckensmoment. Die Airline würde gern unser Working Holiday Visa für Neuseeland sehen. Ähm, ok das liegt in Neuseeland, wir kommen von da?! Aber nein, ohne Visa keine Bordkarte (Die Airline müsste uns wieder mit zurücknehmen, hätten wir keins. Hat Emirates zwar bei der ersten Einreise auch nicht interessiert, aber gut.) Nach einem ziemlichen Hin und Her verschaffte uns schließlich Neuseelands Einwanderungsbehörde Abhilfe, in dem sie unsere Visa bestätigte. Danke, Neuseeland. Und tschüss, Australien!

Bali

Oh Bali,

du warst schon was Besonderes als Teil unserer Reise. Ganz anders als wir dich erwartet haben. Du bist nicht friedlich, kein Ort zum Besinnen. Zumindest nicht, wie sich dich viele vorstellen. Vielleicht warst du es einmal. Aber wie andere Orte der Welt leidest du furchtbar: Millionen Touristen wälzen sich wie ein Wirbelsturm dauerhaft über dich hinweg. Denn du bist gesegnet mit dauerhaftem Traumwetter. Was sie & leider auch deine Bewohner hinterlassen: Berge von Müll. Es wird nicht mal mehr versteckt, geschweige denn aufgesammelt. Sondern liegt einfach überall herum und niemanden stört es. Natürlich nicht in den feinen Hotels oder schicken Unterkünften, die sich in den Straßen aneinanderquetschen. Aber sobald ein Fuß aus der Tür gesetzt wird, ist es soweit: Plastik, Essensreste, Tüten soweit das Auge reicht.

Du wirkst erschöpft, mein Herz, ausgelaugt und ausgesaugt. Menschen, die mit dir umgehen, als wäre deine Schönheit selbstverständlich und unerschöpflich. Denn du bist wunderbar, an vereinzelten, versteckten Plätzen kann er noch gefunden werden: Der Frieden, den du in den Köpfen vieler ausgelaugter Sonnenhungriger verkörperst. Vermutlich nicht mehr lang, wie an so vielen anderen Orten auch. Es scheint sich wie eine Krankheit über die vielen linienförmigen Straßen von deiner überfüllten Hauptstadt in den ruhigeren Norden zu ziehen. Wie eine verblühende Blume. Die Blätter fallen bereits. Kann dich noch etwas retten?

Der Tourismus definitiv nicht. Deine Bewohner? Auch nicht. Die leiden genau wie du, versuchen krampfhaft, die letzte Rupie aus dir und deinen Besuchern zu ziehen. Wie uns jemand treffend verriet, denken sie nicht voraus. Sondern nur daran, den bestmöglichen Profit aus dem einen Geschäft zu schlagen. Das Problem ist: Viele Touristen wissen darüber Bescheid und sind abgeschreckt, etwas zu kaufen. Die meisten überfordert die Flut an Menschen, die auf einen einstürmen und keine Chance lassen, sich ruhig Dinge anzusehen. Natürlich sind die Dinge billig, aber den dreifachen Preis für Touristen? Kommt schon Leute, kein Wunder, dass ihr euch gleichzeitig beschwert, eure Familien hätten nichts zu essen. Wir würden gerne Sachen kaufen, aber ihr geht es falsch an. Wir fühlen uns verunsichert und manchmal auch etwas veralbert. Wir merken euch an, es hat nichts mehr mit Gastfreundschaft zu tun. Und das ist so wahnsinnig schade. Ihr seid auch erschöpft, könnt die Massen nicht bewältigen, die euer Paradies erstürmen. Das bricht eure Lebensfreude, wir sehen das.

Bali, wir haben viele deiner ehemaligen Schmuckstücke gesehen und konnten deren Flair erahnen. Leider ist er auch hier vertreten: der Schlund, der dich verschlingt. Tanah Lot & Uluwatu Tempel, Zeichen deiner wunderbaren Geschichte, toll für Fotos 

… (wenn keiner dazwischenspringt), aber was ist das? Ganze Städte an Verkaufständen, durch die sich der Einzelne kämpft, um am Ende…nicht wirklich irgendwo stehen bleiben zu können, ohne der Gefahr ausgesetzt zu sein, dass einen jemand anrempelt oder wegschiebt. Ruhe & Besinnlichkeit? Fehlanzeige.

Tirta Empul – ein wirklich heiliger Ort mit heiligen Quellen. Wunderschön anzusehen, mit solch einer Liebe zum Detail.

Genauso wie der Stacheldraht, der einen hindert, eine Abkürzung an den Verkaufsständen am Ende zu nehmen. Oder der Parkplatzwächter, der einen abkassieren will & auf unsere Nachfrage, warum die fünf anderen hinter uns nicht abkassiert werden, sich es anders überlegt.

Goa Gajah, ein Elefantentempel ohne Elefanten, aber dafür mit Segnung.

Tegallalang Rice Terraces – etwas, worauf ich mich sehr gefreut habe. Angekommen, abgestiegen, gestaunt: sie sind wunderschön.

Eintritt: keiner! Wahnsinn! Aber halt, was ist das? Ok, ein Spendenhäuschen. Kein Problem. Können wir ja vielleicht zum Schluss machen. Wie jetzt, ohne Spende kein Durchkommen? Traurig aber wahr. Gut, jetzt sind wir einmal hier. Gespendet, weiter gewandert im Trott der Massen, die sich hoch und runter wälzen und dann doch die wirklich tollen und gepflegten Terrassen bestaunt. Leider hielt das Staunen und die Freude nicht lange, denn auf einmal stand da ein weiteres Spendenhäuschen. Ok Leute, jetzt ist es wirklich seltsam. Wie oft sollen wir denn bitte noch „spenden“? Ein fester Eintrittspreis hätte es getan. Zumal spenden freiwillig ist und keine Pflicht.

Ein wirkliches Highlight ist Ubud. Da spürt man ihn noch, deinen Charme, liebes Bali. Natürlich ist es ebenfalls überlaufen und voll, aber den Menschen scheint mehr der Sinn nach kultiviertem urlauben anstatt Party machen zu stehen. Der charmante Ort, gesäumt von Restaurants und Geschäften in richtigen Häusern anstatt Blechhütten schafft es zu verzaubern.

Neben dem Genuss von fabelhaften und günstigem Essen reicht es schon, durch die Straßen zu wandern, um sich bspw. den Ubud Palace oder den Monkey Forest anzuschauen. Bei letzterem haben wir am Ende auf jegliche Accessoires verzichtet, wir wurden gewarnt, diebische kleine heilige Äffchen.

Östlich von Ubud befindet sich der Fledermaustempel Goa Lawah. Es lohnt sich, in einer kleinen Höhle können nach dem Kampf durch die Verkäufermassen die Tierchen in einer Höhle bestaunt werden. Allerdings war uns an diesem Tag die Lust aufs Sightseeing langsam vergangen. Meine Güte, muss einem auch wirklich jeder etwas verkaufen wollen?

Deswegen sollte sich am kleinen Strand der Blue Lagoon ausgeruht werden. Endlich mal wieder Meer. Leider… neben dem Anlegepunkt für Fähren. Deswegen wird wie immer in deinem chaotischen Verkehr ohne jegliche Regeln Engelsgeduld benötigt, kleines Bali. Gut, dass es Mario, den Mopedfahrer unseres Vertrauens gab. Dreimal darf nämlich geraten werden, was mit Franzi war…. richtig, selbstverständlich litt sie unter Todesangst. Aber wir haben überlebt. Auch das Leihmoped. Unbeschadet wie durch ein kleines Wunder.

Irgendwann dazwischen waren wir auch am Mount Batur, einem schlafenden Vulkan. Beliebt bei den Touristenmassen zum Sonnenaufgang. Wollten wir aber nicht, sondern lieber am Tag ganz in Ruhe und alleine, da ansonsten öfter mal eine Pause eingelegt werden muss, weil die Menschenmasse stoppt. Gott sei Dank gibt es Google Maps Rezensionen. Ohne gebuchten Guide oder zu bezahlen ist kein Durchkommen beim „Besitzer“ – andernfalls muss sogar mit Verfolgung gerechnet werden. Deswegen nur der Blick von weitem.

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Liebes Bali, wir haben es versucht, haben immer nur halbtags Ausflüge gemacht, um die andere Hälfte in den tollen Unterkünften zu entspannen. Aber ob es nun Bau oder Straßenlärm war, so richtig hat es nicht funktioniert.

Ich glaube, mit dir ist es wir mit deinem Vulkan – du erträgst alles schlafend, aber möglicherweise erwachst du auch bald und kollabierst. Es ist nur eine Frage der Zeit.
Und das Schlimme ist, die Menschen sehen es, aber es ändert sich nichts. Mir kommen fast die Tränen bei soviel Arroganz und Ignoranz. Vor allem die Touristen sollten es doch besser wissen. Aber es ist ja nicht die eigene Haustür, vor der gekehrt werden muss.

Und irgendwann fliegt man ja auch nach Hause zurück und muss sich damit nicht mehr beschäftigen. Schön die Augen verschließen und auf den nächsten Urlaub warten.

Hoffentlich wirst du gerettet, du eigentlich so wunderschöne Insel.

Sydney

Nicht die Hauptstadt von Australien 😘

Auf ging‘s in den warmen Süden.. äh: Norden 😉 Der Flug von Wellington nach Sydney dauerte ca. 4 Stunden und verschaffte uns eine kleine Atempause von den vorherigen ereignisreichen Tagen der Vorbereitung. Gut gestärkt, durch zuvor günstig gekaufte Naschereien – im Flieger der Billigairline war ohne Kreditkarte absolut nichts zu erwarten – erreichten wir zum Sonnenuntergang Sydney. Die kostspielige Fahrt vom Flughafen bis zum zentralgelegenen Bahnhof Kings Cross verlief problemlos. Auch das Hostel war nach anschließenden Fußmarsch schnell gefunden. Wir hatten Glück: Es gab genau am Ankunftsabend Spaghetti gesponsert 😋 Unserer Ungeduld entsprechend mussten wir natürlich noch gleich in der Ankunftsnacht querfeldein durch verschiedenste Straßen vorbei am Tower Eye mit seinen anderen großen Kollegen zu DER Attraktion der Stadt spazieren: Dem Opernhaus 😊 Achja: Bei Nacht ist die benachbarte Harbour Bridge auch nicht zu verachten.

Am nächsten Morgen begrüßte uns zuallererst der ursprünglichste Aspekt unsers Urlaubs vom „Urlaub“: Das gute Wetter! Bei 25°, feinstem Sonnenschein und nach dem Genuss des täglich kostenlosen Frühstücks schlenderten wir durch die Royal Botanic Gardens, die von Wolkenkratzern gesäumten Straßen (mit Malls, Bürogebäuden, Museen & anderen historischen Gebäuden) und das Hafenviertel Darling Harbour. Vor dem Hafen entdeckten wir allerdings noch eine Perle: Eine kleine Mall auf der Hunterstreet (der Name macht‘s einfach) mit winzigen Essensständen zu unschlagbaren Preisen. Wir futterten uns hier in den Tagen durch die taiwanesische und die japanische Küche.

Den Tagesabschluss bildete ein Marsch über die Harbour Bridge, von der aus wir gleichzeitig bei guten Ausblick einer angekündigte Projektion auf den Schalen des Opernhaus zusehen wollten. Wollten… leider fand diese nicht statt – warum auch immer. Aber der Blick auf die Skyline bei Nacht entschädigte ein bisschen.

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Das erste Ziel des darauffolgenden Tages war der Bondi-Beach. Eine Busfahrt durch die Metropole stand an, die wir dank Verständigungsproblemen mit einem asiatischen, sehr gestressten Busfahrer kostenlos bekamen. Am Ziel genossen wir die milde Brise, den warmen Sand unter den Füßen und starteten den Coastal-Walk. Den Nachmittag verbrachten wir im Stadtviertel Chinatown mit Sydneys Paddy’s Market – einem Ort zum Lebensmittel, Klamotten, Tourikram, Spielzeug, Kitsch und Skurriles kaufen 🤑

Und schon sind wir am letzten vollen Tag unseres Sydneybesuchs angelangt. Auf dem Plan stand ein Besuch der Art-Gallery of NSW (New South Wales). Die Bereiche zu den Themen Asien und Aborigines überzeugten sehr und hinterließen bleibende Eindrücke. Die Abteilungen Europa und Fotografie konnten uns dagegen nicht vom Hocker reißen. Nachmittags heuerten wir an einem Schiff an ⛴ Ne Fähre mit der Richtung Manly-Beach sollte es sein. Neben hohen Wellen für Surfer fiel der riesige Strand für uns eher unspektakulär aus. Wir sind zu verwöhnt von neuseeländischen Idyllen 😉 Aber auch hier konnte man eine kleine Wanderung beginnen, die uns wenigstens einen minimalen Einblick in die australische Natur ermöglichte.

Wieder in Sydneys Hafen „The Rocks“ eingeschippert, verabschiedeten wir uns ein letztes Mal vom Opernhaus und konnten zufälligerweise doch noch bunte Projektion mit dem Namen „Badu Gili“ auf den kleinen Schalen des Restaurants einfangen 😊 Bilder davon zeigen wir davon jetzt hier lieber nicht, weil wir uns nicht wegen den Rechten sicher sind 😅, aber es gibt ein tolles Youtube-Video davon: https://youtu.be/4H6GvmIHPaA

Am Abreisetag stand eigentlich nur noch der Weg zum Flughafen auf unserer To-Do-Liste. Da wir ohnehin noch nicht südlich des Stadtzentrums waren, entschieden wir uns zu laufen, um auch hier noch einen Eindruck zu bekommen und das unverschämt teure U-Bahn-Ticket zu sparen. Leichte Frustration und Angst den Flieger zu verpassen, stellte sich ein, als wir nach den geplanten 1 ½ Stunden erst das falsche Ende des Flughafens erreicht hatten. Für internationale Flüge ging der Fußmarsch für uns weiter.. Noch eine geschlagene Stunde.. Sogar direkt unter der Einflugsschneise hindurch. Aber am Ende ging doch alles gut aus und wir konnten erleichtert abheben 😊🛫